2BC // 3. BAYERISCHE BIENNALE CHOREOGRAFIE

Öffentliches Symposium für ChoreographInnen, TänzerInnen, RegisseurInnen, KünstlerInnen und Interessierte: Lectures, Discussions & Performances am Freitag, 19. Mai 2017, 19 Uhr bis 22 Uhr, am Samstag, 20. Mai 2017, 12 Uhr bis 22 Uhr und Sonntag, 21. Mai 2017, 10 Uhr bis 13 Uhr.

Die Tanzstelle R schuf im Jahr 2013 erstmals im Rahmen ihres Festivals SCHLEUDERTRAUM die Möglichkeit eines öffentlichen Austauschs unter jenen Experten, die in Regensburg und in anderen bayerischen Städten die künstlerische Disziplin der Choreographie als kreativer Strategie, den Menschen in seinen aktuellen Kontexten zu spiegeln und zu reflektieren, seit Jahren praktizieren.

Ging es bei der „1. Bayerischen Biennale Choreographie“ darum, das Spektrum ästhetischer Ansätze und Herangehensweisen in Regensburg und Bayern institutionenübergreifend aufzuzeigen, beschäftigten sich die Choreographen bei der „2. Bayerischen Biennale Choreographie“ 2015 mit der spannenden Frage nach der „Choreographie der Zukunft“.

Die beiden Male genügten, um aus dem Regensburger Austausch ein wertvolles Forum zu machen, das auf besondere Weise der Künstlerfortbildung dient: künstlerisch-ästhetisches Wissen wird in Kurzreferaten einer bestimmten Fragestellung präsentiert, ausgetauscht, transferiert und vertieft. Darüber hinaus leisten die Teilnehmer ohne den Druck einer Präsentation einer ganzen Tanzvorstellung substanzielle Netzwerkarbeit, die eine Zusammenarbeit zwischen den bayerischen Künstlern fördert.

Die „3. Bayerische Biennale Choreographie“ wird sich dem Grenzbereich der Performance als Spielfeld regional verorteter Choreographie widmen. Unter dem Titel „Dance Ends, Performance Starts?“ reflektieren renommierte ChoreographInnen und KünstlerInnen aus Deutschland wortreich und praktisch erfahrbar über die künstlerische Arbeit
Im Raum, an der Bewegung, dem Objekt, dem Text und dem Körper. In knackigen Key Note Lectures, Performances und Mini-Workshops werden ästhetische Positionen, Arbeitsmethoden und Ideen vorgestellt, ausgetauscht, erfahren und erlebt. Eingeladen sind unter anderem Barbara Bess (Nürnberg), Stefan Dreher (München), Stephanie Felber (München), Catherine Guerin (Heidelberg), Alexandra Karabelas (Regensburg), Christoph Klimke (Berlin), Christina Liakopoyloy (Heidelberg), Michael Douglas Kollektiv (Köln), Christina Nickel (Regensburg / Maastricht), Ben J. Riepe (Düsseldorf), Kilta Rainprechter (Regensburg), Johanna Roggan (Dresden), WILHELM GROENER (Berlin).
Um Voranmeldung bis 15. Mai 2017 formlos per Mail an buerokarabelas@gmail.com wird gebeten. Spontanbesucher sind jederzeit herzlich eingeladen.

Aus dem Programm

(Stand: 28.2.2017, das komplette Programm wird Mitte März 2017 veröffentlicht)

Freitag, 19.5.2017, 19 – 22 Uhr:Workshop I: „Relationscapes“. Von Catherine Guerin, Heidelberg. Umkreist wird das Geheimnis der Langsamkeit des Körpers. Es entsteht eine Topographie menschlicher Beziehungen im Raum. Die Aufführung findet einen Tag später statt.

Samstag, 20.05.201713.45 Uhr: Workshop II + Key Note: Zugänge zum aktuellen Repertoire von MD KOLLEKTIV. Mit Douglas Bateman und Maurice Maurissens, Köln. Praktisches Kennenlernen aktueller Arbeitsweisen.

15:30 Uhr: Workshop II + Key Note: „Berührungen“. Von Christina Liakopoyloy, Heidelberg. Das Tanztheater lebt davon, den Menschen emotional anzusprechen. Der Workshop gibt Einblick in Möglichkeiten der Partnerarbeit für Perfomances.

Samstag, 20.05.2017

12.30 Uhr: Performance I: „Relationscpaes“. Bilder mit Teilnehmern des Workshops von Catherine Guerin.
18 Uhr: Performance II + Key Note: „Butter“ von und mit Christina Nickel (Regensburg / Maastricht). Eine unkontrollierbare Choreographie die den Tänzer entmachtet.
19 Uhr: Performance III + Key Note: „feinstoff“ von und mit Barbara Bess. Eine neue Arbeit auf der Grundlage von Judith Hummels „Papierdialogen“
21 Uhr: Lesung: Der renommierte Schriftsteller Christoph Klimke stellt neue Gedichte für Tanz und Performance vor (FERNWEH, DU IN MIR, DEM SKANDAL INS AUGE SEHEN. Pier Paolo Pasolini)

Sonntag, 21.05.2017

11:30 – 12:30 Uhr: Key Note Lecture und Arbeit am Objekt: „Variations on_wo es eben passt.“
Von und mit Johanna Roggan, Dresden.

12:30 – 13:30 Uhr: PRÄSENTATION / VORTRAG:„Körperbilder im Dazwischen“. Zu Arbeitsmethoden von WILHELM GROENER